Autor: Moira Young
Verlag: FJB
Seiten: 464
Preis: 16,99 EUR
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Art: Reihe Band 01

 

>>Sie nennen mich den Todesengel. Weil ich noch nie einen Kampf verloren habe.<< Sabas Zwillingsbruder wird von Soldaten verschleppt. Sie schwört, ihn zu finden und zu befreien. Mit dem Mut der Verzweiflung macht sie sich auf den Weg voller Gefahren, Gewalt und Verrat. Sie kann niemandem vertrauen – auch nicht dem Mann, der ihr das Leben rettet.

 

Empfehlung

Das Cover ist sehr treffend, wir sehen wohl das junge Mädchen Saba das durch ein trockenes Land läuft, auf der Suche nach ihrem Bruder. Der Schutzumschlag ist geriffelt wo die Erde aufgerissen ist, eine schöne Idee.

Saba verliert ihr Ziel niemals aus den Augen, sie will ihren Bruder retten der für ein Blutrünstiges Ritual entführt wurde. Ihr bleibt nicht viel Zeit, doch immer wieder wird sie von etwas aufgehalten und es vergehen wertvolle Tage. Doch ihr zur Seite stehen nicht nur ihre mutige kleine Schwester sondern auch weitere starke Verbündete.

Ein Buch das durch den außergewöhnlichen Schreibstil nicht für jeden etwas ist, aber die Story und die Entwicklung die Saba durch die Ereignisse prägen ist auf jeden Fall einen Blick wert.

Fazit

[Vorsicht Spoiler] Saba´s Leben wird von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Sie lebt mit ihrem Zwillingsbruder Lugh, ihrer kleinen Schwester Emmi die sie hasst, weil ihre Mutter bei ihrer Geburt starb und ihrem Vater der seit diesem Tag auch nicht mehr er selbst ist, an einem ausgetrockneten See.

Doch eines Tages kommen fremde Reiter und nehmen ihr das einzig wichtige bis zu diesem Tag, ihren Bruder, verschwinden und lassen sie mit Emmi zurück. Ihr Vater starb bei dem Versuch Lugh aus den Händen der Reiter zu befreien. Alles was ihre Gedanken ab diesem Moment beherrschen sind die Gedanken Lugh zurück zu holen.

Saba ist eine unglaubliche Egoistin, sie glaubt alles was sie tut mit irgendwas rechtfertigen zu können. Sie fährt in einem Zug ihre kleine Schwester Emmi an, die erst neun Jahre alt ist. Sie hält sie für einen Klotz am Bein und lässt sie dies auch sehr deutlich spüren. Dieses Verhalten zieht sich durch das ganze Buch, es ist schwer sie nicht selbst mal schütteln zu wollen. Doch es gibt immer wieder Momente in denen man merkt das sie doch ein Herz hat das im richtigen Takt schlägt und das ist es, was sie mir sympatisch machte.

Auf der Reise zu dem Ort an dem ihr Bruder fest gehalten wird lernen wir mit Saba viele neue Charaktere kennen, wir lernen die Welt kennen in der Saba schon 18 Jahre lebt und sie diese doch so wenig kannte. Denn ihr Vater wollte sie immer vor dem schützen was nun doch unvermeidlich geschehen muss.

Sie wird mit Emmi zusammen, die sich einfach nicht zurück lassen lässt, von einer sehr grausamen Frau gefangen genommen und diese verschleppt sie für Frauenkämpfe an einen Ort der sich Hopetown nennt, doch anders als der Name hoffen lässt ist es wohl das Letzte was man da finden kann. Doch das Glück ist bei Saba, durch ihren Mut und ihren Willen schafft sie es am leben zu bleiben und sich den Namen „Todesengel“ zu verdienen und lernt in diesem Zuge ihre neuen treuen Gefährten kenne. Mit ihnen nicht nur was Freundschaft wirklich bedeutet, auch was es heißt für einander da zu sein.

Die Charaktere haben mir im großen und Ganzen sehr gut gefallen, nicht immer erfahren wir so viel über sie wie wir das gerne möchten weil man den einen oder anderen mehr mag. Aber hier lässt uns die Autorin auch ab und an absichtlich im Dunkeln tappen und hat mich leider damit wirklich sehr neugierig gemacht. So z.B. mit einem der Wachen die sie TonTon nennen und dem Saba in Hopetown begegnet. Er steht über allen TonTon und wird DeMalo genannt, ihm folgen sie, ihm vertrauen sie. Doch was genau hinter diesem Mann steckt und welche Verbindung er zu Saba zu haben scheint erfahren wir wohl erst im nächsten Band.

An die Schreibweise muss man sich auch erst gewöhnen, zumindest ging es mir so. Wir erleben die Geschichte komplett aus Saba´s Sicht und dies in der Gegenwart. Frau Young benutzt oft die Worte „sag ich“ was einem wirklich Kopfschmerzen macht. Doch um so mehr man liest um so geregelter wird dies und fällt kaum noch auf.

Alles in allem bin ich mit dem Buch sehr zufrieden, keines das ich jedem Empfehlen kann aber doch eine gute Story hat. Man will mehr von dem Mädchen erfahren, dass alles für ihre Familie tut und auf dessen Stärke und Intelligenz man sich verlassen kann.

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