Jenseits von Meg Cabot

 

 

Autor: Meg Cabot

Verlag: blanvalet
Seiten: 320
ISBN: 978-3-4423-7967-5
Preis: 12,00 EUR
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Art: Trilogie Band 01

 

Als Pierce Oliviera mitten im Winter in einen eiskalten Pool stürzt, stirbt sie. Die Ärzte kämpfen um ihr Leben – und können sie schließlich retten. Ein Wunder der Medizin, denken alle. Doch Pierce weiß es besser. Denn ihre Seele war an einem anderen, sehr unheimlichen Ort: in der Unterwelt. Und nur durch einen Trick ist sie dem Herrscher über jene Welt entkommen. Niemand glaubt ihr, doch Pierce hat einen Beweis, dass sie dort war: eine Kette, die gegen das Böse schützen soll, ein Geschenk des mysteriösen John Hayden, den sie dort traf. Doch was, wenn John das Böse wäre?

 

Der Anfang, so sagt man, ist immer der schwierigste Schritt. Meg Cabot ist es gelungen diesen mit sehr viel Kreativität und Gefühl zu meistern. Es ist ein tolles Buch das mich durchweg gefesselt hat.

Das Cover muss ich hier unbedingt erwähnen, denn das ist eines der schönsten das ich in Händen halten und bewundern durfte. Es passt sehr zum Inhalt und ich habe schon eine leise Vermutung um wen es sich dort handeln mag.

Ein gelungener Auftakt den ich nur wärmstens empfehlen kann.

[Vorsicht Spoiler!] Im Zentrum dieses Buches steht Pierce die mit 15 Jahren in einen Pool stürzte und ums Leben kam. Sie ist jung, nicht dumm aber eine Protagonistin die sich durchaus ihres Alters entsprechend benimmt. Bedeutet: Sie ist impulsiv und denkt nicht immer darüber nach, was sie tut.

Während die Ärzte und vor allem ihre Mutter Deborah um ihr Leben bangen ist ihre Seele in die Unterwelt gewandert. Dort erleben wir ein nicht ganz unbekanntes Bild das wir schon aus anderen Begebenheiten (Bücher/Filme/Erzählungen) her kennen. Dennoch ist es was Neues, denn Frau Cabot vermag es einem einen ganz eigenen Eindruck davon zu vermitteln.

Dort angekommen, trifft sie auf einen Totengott in Form von John Hayden den sie bereits mit 7 Jahren auf dem Friedhof von Isla Huesos kennen lernte, dort vollbrachte er in ihren Augen ein Wunder. Er gab einer toten Taube ihr Leben zurück. Auch er erkennt sie und bringt sie weg von dem trostlosen Ort an dem sie sich zu dem Zeitpunkt befindet. Seine Absicht ist es sie bei sich zu behalten, sie hat ihn tief beeindruckt, sehr tief.

Doch Pierce hat Angst, begreift nicht das er ihr nur Gutes will, das er sie beschützen möchte. Sie gerät in Panik und will ins Leben zurück, sie ist einfach zu früh gestorben. Mit einem Trick, der in meinen Augen eher süß aber passend war, schafft sie es wieder ins Leben zurück, doch nicht ohne Andenken. John schenkte ihr eine Kette mit einem Diamanten der die Farbe wechseln kann, je nachdem was für eine Person mit welchen Absichten sich in ihrer Nähe befindet. Er soll sie vor allem Bösen beschützen und wurde laut Mythologie einst von Hades an Persephone als Geschenk übergeben.

Zurück im Leben ist nichts wie es vorher mal war. Sie zieht sich von allen zurück, ihrer Familie und auch ihrer besten Freundin Hannah, so das sich die Beiden völlig entfremden. Immer wieder taucht auch John auf, bringt sie durcheinander, macht ihr Angst. Und als sie merkt das sie sich zu sehr zurück gezogen hat, nimmt sich ihre ehemals beste Freundin das Leben ist sie entschlossen dies nicht mehr zu zu lassen. Doch damit macht sie alles nicht leichter, die Dinge überschlagen sich und ihre Mutter entschließt das es besser sei mit ihr auf Isla Huesos einen Neuanfang zu wagen.

Das sie es damit für ihre Tochter noch schlimmer machen wird ahnt sie nicht, denn Isla Hueses ist kein gewöhnlicher Ort. Es liegt über einem der Portale in die Unterwelt, das des Totengottes

John Hayden.

Wir lernen noch mehr über die Bedeutung des Anhängers und können zumindest für uns schon mal eine kleine Liste der Farben und möglichen Bedeutung machen. Auch wenn diese für Pierce noch nicht ergründlich sind, machen für uns schon einige Sinn. Pierce lernt ebenfalls Menschen kennen, die John auch sehen können und sogar mit ihm reden.

Was mich anfangs sehr irritierte, sind immer wieder die Beobachtungen von Pierce die Kleidungsstücke mit Fransen ins Auge stechen. Am Ende musste ich wirklich grinsen, denn natürlich hätte ich mir denken können das dahinter eine tiefere Bedeutung steckt, auch das hat mir wirklich viel Freude gemacht.

Der erste Band der Trilogie hat mir gut gefallen, es ist sehr realistisch. Auch wenn das sicher nicht jedem gefallen wird wie sich Pierce in vielen Situationen benimmt. Was ich überaus abwechslungsreiche finde, (bei einer Trilogie aber sehr nachvollziehbar) ist die Tatsache, dass es sich wirklich sehr sehr langsam und zaghaft zwischen den Beiden entwickelt. Kurzzeitig war ich mir nicht sicher ob es überhaupt etwas wird.

Die Schreibweise empfand ich als nicht wirklich flüssig, und doch habe ich insgesamt nicht lange an dem Buch gesessen. Es ist eine intensive Art, in der man dieses Buch ließt und so bekommt man den Eindruck nicht über die Seiten zu fliegen obwohl man es doch unbewusst tut. Also wirklich sehr beeindruckend.

*folgt*

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