Autor: Kathrin Corda
Verlag: Piper Verlag
Seiten: 288
Preis: 8,99 EUR
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Art: Einzelband

 

Die junge Nina muss vorübergehend nach Mailand.  Zusammen mit dem italienischen Partnerbüro soll sie eine Marketingkampagne für eine neapolitanische Kaffeemarke entwickeln. Der Umzug gestaltet sich allerdings schwieriger als erwartet: Die via Internet gefundene Wohnung befindet sich ausgerechnet über dem angesagtesten Club der Modemetropole, der neue Verehrer entpuppt sich als abgedrehter Kampfvegetarier und die Kollegen scheinen Espresso lieber zu trinken als Werbestrategien dafür zu entwerfen. Doch dann taucht Paolo auf der Bildfläche auf. Ein absoluter Traummann. Dumm nur, dass er ausgerechnet der Vertriebschef des neapolitanischen Kaffeekunden ist. Und ganz andere Verpflichtungen hat …

Empfehlung

Wow, ist das Erste das mir dazu einfällt. Dieses Buch hat es mir sehr angetan und ich weiß das es vielen von euch auch so gehen wird. Dieses Buch hat Charme,Witz,Gefühl und verdammt gute Ideen.

Ich habe sehr viel und laut gelacht, ich muss dazu sagen das es wirklich selten vorkommt das ich über Bücher so viel lache, weinen ja, aber lachen selten. Hier kam ich in beiden Sparten in den Genuss. Frau Corda schafft es Nina so lebendig wirken zu lassen das man oft zufrieden mit dem Kopf nickt oder verständnislos den Kopf schüttelt weil man denkt „NEEEIIIN tus nicht“ ^^ Aber man ist im Herzen immer bei ihr.

Ein wundervoll gelungener Roman der sich super für den Urlaub in der Sonne, auf einem schönen Badetuch, oder an einem verregneten Tag mit einer kuscheligen Decke lesen lässt.

Fazit

[VORSICHT SPOILER!] Nina (31 J.) arbeitet in Hamburg bei einer Werbeagentur, ein Auftrag von einem italienischen Kaffeehersteller führt sie für 6 Monate in die Partneragentur AdOne nach Mailand. Dort angekommen lernt sie ihre neuen Kollegen Stefano und Simona kennen die alles andere als viel arbeiten, doch mit beiden kommt sie menschlich sehr gut zurecht, sehr lustig sind die ständigen Streitgespräche zwischen Simona (Sekretärin) und Stefano (ihrem Boss).

Auch einen Mann hat Nina schon kennen gelernt, hierbei handelt es sich um Renato, dieser besorgt ihr auch eine neue Bleibe denn ihre Alte liegt über dem angesagtesten Club Mailands und dementsprechend kann Nina nicht wirklich schlafen. Sie zieht also bei Giorgio einem alten Rentner und Schwerenöter ein. Giorgio ist der typische Italiener, leicht aufbrausend aber sehr liebenswert und gastfreundlich der Nina oft zur Seite steht, mit Kaffee und Ratschlägen.

Doch bald stellt Nina fest, das Renato nicht der Richtige für sie ist. Ich habe die Treffen der beiden total genossen, denn dabei hatte ich den meisten Spaß, Renato ist erbitterter „Kampfvegetarier“ und bringt die Gedanken von Nina ganz schön in trapp. Ich möchte euch eine kleine Kostprobe schenken mit folgendem Szenenhintergrund: Nina ist nachdem sie Renato mitgeteilt hat, dass es nichts wird, dennoch auf seinen Geburtstag eingeladen und unterhält sich mit einem Gast der ebenfalls die selbe Einstellung hat wie Renato und erklärt wie wichtig Reinkarnationen sind.

Aber am wichtigsten für meine Entwicklung war, dass ich um 1630 herum ein Indianerhäuptling im heutigen Amerika war. Mein Zwillingsbruder wurde in einer Schlacht von den Briten getötet. Daher meine ständige Rastlosigkeit: Ich suche und vermisse ihn bis heute. Oh das tut mir sehr leid, sage ich bekümmert. Ein paar Augenblicke schweigen wir gemeinsam betroffen über den grausamen Tod seines Zwillingsbruders vor rund vierhundert Jahren.

In der Firma arbeitet Nina noch mit Lidia Massini zusammen, diese ist sehr fleißig und nett und arbeitet vom ersten kennen lernen an, eng mit Nina zusammen, die beiden kann man mit der Zeit Freundinnen nenne. Das Projekt stellen sie Stefano und Maria Galli(dirkte Vorgesetzte) vor, sollen dies jedoch noch mal übers Wochenende zu Dienstag überarbeiten. Nina sieht nicht ein das sie das Wochenende dazu nutzen soll, wenn die Anderen nicht mal IN der Firma arbeiten. Dies kann ich voll und ganz nach voll ziehen, Lidia tat mir hier jedoch leid, denn sie wollte dann Samstag arbeiten.

Als Nina aber am Montag in die Firma kommt, stellt sie fest, das Nina krank ist und auch am Wochenende nichts gemacht hat. Somit stellt sie selbst alles neu zusammen um es Stefano und Maria zu präsentieren.

Maria ist es, die mit Nina dann auch nach Neapel fliegt um das Projekt Napolone direkt vorzustellen. Bei dem Treffen sind Conti Senior und Junior dabei, der das Geschäft bald übernehmen soll und auch Paolo Rossi (Vertriebsleiter). An diesem hat Nina besonderes Interesse das wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Maria gibt an, nach dem Termin schnell gehen zu müssen, doch Ninas Flug wurde erst Abends gebucht da sie billig fliegt. Sergio Conti und Paolo gehen also mit Nina essen und Paolo geht noch etwas mit ihr durch Neapel. Kurz bevor Nina los muss küssen sich die beiden und Nina fliegt schweren, doch verliebten Herzens wieder nach Mailand.

Die beiden kommen sich sichtlich näher, was ich mit entzücken aber auch argem Misstrauen beäugt habe. Sowas ist doch immer ein Zeichen, bald einem Haken zu begegnen. Dem ist auch promt so. Denn nun ist es Napolone die zu einem Meeting nach Mailand kommen, hier eröffnet Conti Junior allen das Paolo bald heiraten wird. Nina fällt aus allen Wolken und ist am Boden zerstört, die Versuche Paolos sich zu erklären wehrt sie ab.

Zu dem Zeitpunkt dachte ich, dass sie sich einem anderen Jungen Mann zuwendet und dem Buch einen neuen Aspekt gibt den man nicht angedacht hat. Aber in dem Frau Corda Paolo noch mal ins Rennen schickt ist dem genauso genüge getan. Denn dieser schreibt Nina einen Brief in dem er erklärt, er habe sich getrennt und wolle sie noch mal sehen.

Kurzerhand fliegt sie nach Neapel wo sie in einem schönen Restaurant essen und promt auf Luigi den Agenturchef von AdOne und Conti Senior treffen die dort mit dem wichtigsten Händler Napolones verabredet sind. Salvatore Pienzo ist jedoch nicht nur wichtig für die Firma, sondern auch der Vater Cristinas, die Paulo gerade wegen Nina sitzen gelassen hat.

Die Sache eskaliert, Nina wird gekündigt und muss nach Deutschland zurück, Paolo wird von Senior Conti vor die Wahl gestellt: Sein Job oder Nina. Somit fliegt Nina allein nach Deutschland zurück in ihren alten Job, nicht ohne sich vorher noch zumindest telefonisch von Lidia zu verabschieden. Dabei fällt ihr spontan ein, das Lidia doch einmal die hohen Abrechnungen durch schauen soll die Maria der Firma zu Lasten legt durch die beauftragte Firma für die Bildretuschen. Den Beleg solle Lidia ausdrucken und anonym in Luigis Fach legen.

Da dieses Buch einfach wundervoll ist möchte ich in diesem Fall das Ende nicht verraten. Ich war ziemlich nervös, denn ich hatte nur noch wenige Seiten zu lesen und fragte mich wie die Autorin das nun noch zurecht rücken möchte. Dies hat sie jedoch sehr geschickt geschafft.

Ich kann dieses Buch einfach jedem empfehlen, es gibt kein „das ist nichts für dich“ denn dieser Roman ist für jeden was, sehr erfrischend.

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