Autor: Trudi Canavan
Verlag: blanvalet
Seiten: 827
Preis: 9,95 EUR
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Art: Trilogie Band 01

 

Als die junge Auraya zur Priesterin der heiligen Fünf erwählt wird, muss sie alles hinter sich lassen, was sie liebt: ihr Dorf, ihre Familie –  und vor allem ihren Lehrer, den Traumweber Leiard. Denn die Traumweber – Meister der Heilkunst – werdenwegen ihrer heidnischen Überzeugungen von den Anhängern der fünf Götter von jeher verachtet.

Zehn Jahre später hat Auraya viel gelernt – über ihre Welt Ithania, die von Kriegen heimgesucht wird, die fünf Götter und die Ziele ihres Ordens. Und sie hat daran gearbeitet, ihre erstaunlichen magischen Fähigkeiten zu vervollkommnen. Was sich nun auch als dringend nötig erweist, denn die Fünf haben ihren Priestern eine gewaltige Aufgabe gestellt:  Sie sollen die Länder des nördlichen Ithania zu einem Bündnis vereinen und alle magisch begabten Menschen dem Orden der Weißen zuführen, denn je, als sich eine neue mächtige Sekte erhebt, deren Mitglieder behaupten, den einzig wahren Göttern zu dienen. Bald darauf überziehen schwarze Magier das Land mit Tod und Verheerung – und sie kennen nur ein einziges grausames Ziel: die Auslöschung aller Priester vom Orden der Weißen …

Empfehlung

Ach, das Buch war sehr erfrischend. Ich habe schon lange ein Auge auf dieses Buch gehabt und bin nicht enttäuscht worden. Frau Canavan hat hier einen wundervoll spannenden, gefühlvollen und sehr interessanten FantasyRoman erschaffen.

Die Geschichte wird (falls einige noch nicht die Gilde der schwarzen Magier gelesen haben) aus der Perspektive verschiedener Protagonisten erzählt. Ich mag diese Art sehr denn ich erfahre gerne mehr über die Gedanken der einzelnen Charaktere. 

Auraya hat es nicht leicht und muss viele Lasten und schwere Entscheidungen im laufe ihres noch kurzen Lebens treffen. Man ist direkt bei ihr und fiebert mit. Es ist ein gelungenes Werk der Autorin geworden und durch einige Aspekte ist man schon aus Neugier gezwungen sich auch der restlichen beiden Romane zu widmen.

Fazit

[VORSICHT SPOILER!] Ich bin noch etwas überwältigt. Jedes mal aufs Neue bin ich beeindruckt von ihren Büchern und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Sie schafft es so viele Inhalte in ihre Seiten ein zu bringen das kaum ein Wunsch offen bleibt, außer der, doch bitte ungestört weiter lesen zu dürfen. Viele schrecken vor den vielen Seiten zurück und bevorzugen sicher etwas im 300 Seiten Bereich, doch genau da kommt es oft vor das Buchenden total abrupt erscheinen.

Es geht in diesem Band um die 5 auserwählten der Götter: Juran (der Oberste), Rian, Dyara und Mairae wo Auraya als letzte Erwählte dazu stößt. Sie vertreten alle die Götter: Chaia, Huan, Lore, Yranna und Saru. Sie versuchen den Wunsch der Götter die sich selbst nicht aktiv in die Geschehnisse der Menschen einmischen dürfen das Geschick der Welt zu lenken. Sie möchten das gesammt Nordithania geeint wird und das möglichst auf friedlichem Wege mit Bündnissen der einzelnen Länder und deren Herrscher.

Was ich jetzt direkt los werden muss weil es etwas ist, dass ich das gesammte Buch über mit höchster Spannung verfolgt habe, ist Mirar. Er ist der Anführer der Traumweber gewesen, Traumweber sind Menschen mit ausgeprägten Heilkünsten weit tiefer als die der Priester, oder Zirkler genannt. Leiard ist einer dieser Traumweber, sehr begabt und ein Freund von Auraya aus früheren Zeiten. Und in diesem Traumweber befindet sich ein Teil der Erinnerungen Mirars die ein Eigenleben annehmen und es oft den Anschein hat als würde Leiard Selbstgespräche führen. Im Verlauf des Buches erfährt man einiges über Mirar aber niemals so viel das meine Neugierde befriedigt ist.

Lt. Überlieferungen heißt es, das Juran der Weiße einst durch den Willen der Götter Mirar das Leben genommen hat, im ersten Band wird noch nicht klar ob dem wirklich so ist. Und ich gebe zu das ich immer noch nicht ganz sicher bin wem meine Sympathie gilt. Ehrlich gesagt glaube ich das Juran sehr darunter leidet töten zu „müssen“. Andererseits macht mir Mirar nicht den Eindruck irgendwie Böse zu sein, irgendwie mag ich ihn auch wenn er ein ziemlich lüsterner Zeitgenosse ist. Ich bin sehr gespannt wie es mit beiden Parteien also Mirar und Juran weiter geht. Ich hoffe irgendwie darauf das es ein Missverständnis war bzw. es gar nicht so gewesen ist wie man sich erzählt.

Eine dunkle Macht bedroht Ithania und seine Verbündeten, diese Macht geht von den Petandrianern aus. Diese werden ebenfalls von 5 Anführer beherrscht die über genauso starke magische Gaben verfügen wie die 5 Weißen. Sie sammeln sich und Planen einen Krieg.

Indes versucht Auraya anfangs noch mit Mairae recht erfolgreich Verbündete in Somrey und bei dem Folk der Siyee zu sammeln. Da es in Somrey viele Traumweber gibt schlägt Auraya Leiard als Traumweberratgeber vor der mit auf die Reise geht. Der Plan geht auf, Somrey wird Verbündeter. Doch mit dem erneuerten Kontakt werden Leiard und Auraya sich ihrer beiderseitigen Gefühle bewusst und gehen eine Affaire ein. Dies ist jedoch Verboten denn die Traumweber hassen die Zirkler wegen des Todes von Mirar und die Zirkler dulden niemanden der nicht lebenden Göttern huldigt.

Die Affaire fliegt auf und Juran schickt Leiard fort. Dieser tut wie ihm geheißen, denn auch Mirar möchte fort von allem und ist selbst nicht begeißtert im Geist von Leiard zu leben. Er hofft das er mit Traumvernetzungen anderer Traumweber verschwinden kann und Leiard stimmt ihm da völlig zu. Doch Auraya weiß von alle dem nichts und so erkennt sie auch nicht das Mirar den Körper von Leiard übernommen hat um sie zu täuschen, denn die Weißen können Gedankenlesen und nur allzu schnell wären die Lügen Leiards, er würde sie nicht mehr sehen wollen, aufgeflogen.

Es kommt zu Schlacht zwischen den Zirklern und Verbündeten gegen die Pentadrianer, beide Seiten haben große Verluste zu beklagen. Doch die Zirkler gewinnen durch Aurayas plötzlich sehr stark gewordenen magischen Kräften mit denen sie den Anführer Kuar tötet. Der Rest, so der Wunsch der Götter, soll in Frieden ab ziehen.

Oft gebe ich zu bin ich mir nicht ganz sicher was ich vön den Göttern halten sollte, ich weiß es auch jetzt noch nicht, ich bin durchaus bereit zu glauben das diese nur weil sie Götter sind nicht unbedingt nur gute Dinge tun. Ich finde es wundervoll wie man selbst grübeln muss und nachdenkt welche Seite denn nun die Wahre ist, oder ob es eine „wahre“ Seite überhaupt gibt. So bleibt viel Spannung auf die folgenden Bände.

Auraya ist zwar noch jung aber hat eine erstaunliche Auffassungsgabe, diese nutzt sie um vor einem Urteil immer erst alle Seiten kennen zu lernen. Und somit ist sie den Traumwebern wie die anderen Zirkler auch sehr freundschaftlich verbunden. Sie macht sich Gedanken um andere Lebewesen und ist voller Gefühl aber auch Kraft und Entschlossenheit.

Von dem Somreyanern erhält sie ein dort übliches Haustier, ein Veez, diesen nennt sie Unfug. Man schließt ihn unheimlich schnell ins Herz weil er wie ein Baby ist das noch lernen muss. Wenn er ausgebildet ist kann er viele interessante Dinge die Auraya in zukünftigen Büchern sicher sehr helfen werden. Er ist einfach nur putzig wie er immer Ouwaya schreit 🙂

Die Charaktere die zahlreich sind in diesem Band sind alle sehr liebevoll gestaltet. Danjin Speer wird Auraya zur Seite gestellt als neuer Ratgeber, er ist ein niedlicher kleiner Mann der aus einer nicht so liebevollen Familie stammt und es ist interessant wie schnell er Auraya als seine Tochter ansieht, ein sehr schöner Zug an ihm.

Sirri hat mich auch sehr beeindruckt, sie ist die Führerin der Siyee und unheimlih klug und gerecht. Sie versucht für ihr Volk das sehr unter den Landgehern (Menschen) gelitten hat, in die richtigen Bahnen zu lenken und ist dabei stets offen für Neues.

Tryss ist ein junger Siyee aus ihrem Stamm und ist nicht nur klug sondern auch geschickt so, dass Sirri mit seiner Hilfe das Vertrauen in ihr Volk bringen kann das sie nicht so nutzlos sind wie sie denken. Denn Tryss hat ein Geschirr entworfen das im Flug genutzt werden kann. Siyee sind Flugwesen von Huan geschaffen und ein eher friedvolles Volk.

Emerahl, sie ist auch eine fazinierende Person, sie ist auch eine Unsterbliche jedoch weder dem Zirkel zugetan noch selbst eine Traumweberin. Sie kannte Mirar persönlich und ist durch seine Ermordung ebenfalls den Zirklern nicht sehr wohlgesonnen. Sie wurde aus ihrem Leuchtturm abgelegen vom Rest der Welt hinaus gezwungen. Sie erzählt nicht warum die Götter sie durch die Augen eines Priesters nicht sehen dürfen. Aber ich bin jetzt schon gespannt welche Funktion sie einnehmen wird. Sie ist nach außen hin sehr stark und gleichgültig vielen Dingen gegenüber aber sie kann doch auch sehr verantwortungsbewusst und liebenswert sein. Sie muss wegen ihres Geheimnisses alleine leben, aber man kann heraus lesen das sie Gesellschaft auch nicht schlecht findet.

  Es gibt noch sehr sehr viele Aspekte aus diesem Buch die ich in weiteren vielen Zeilen niederschreiben könnte doch ich denke ich habe einige der wichtigen Teile raus gepickt und kann euch das Buch nur nahelegen, man erkennt die Anfänge für die Bücher über Sonea das einem ein warmes Lächeln des Vertrauten über die Lippen kommt.

Ein spannendes Buch trotz der 800 Seiten die einem am Ende doch noch zu wenig erscheinen.

Vielen Dank an Frau Canavan für den Lesespaß und dem blanvalet Verlag für die Veröffentlichung, damit wir das Buch auch in Händen halten dürfen.

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